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Geliebter Scheissjob

Kapitel Eins Es war ein warmer Freitag nachmittag. Ich befand mich auf dem heimweg von einer Italientour. Nur noch ausladen und dann ab ins Wochenende, dachte ich! Meine tour wurde jäh von einem grün-weissen Auto mit blauer Palaverlampe unterbrochen.Zwei Polizeibeamte auf dem weg zu einer sicheren Verkehrslage zogen vor mir rein und schalteten das unter Truckern so berüchtigte Leuchtsignal "Bitte Folgen" ein.Hier fiel mir auf das die ja vorne auch so eine Leuchtreklame auf der Motorhaube pappen haben. Was steht da eigentlich drauf? habe ich mich immer gefragt. Bitte vor mir herfahren?Meine gedanken wurden in dem moment unterbrochen als ich den Herren Beamten auf den nächsten Parkplatz folgte.Ich lenkte den Truck in eine freie Parkbucht, legte die Feststellbremse ein und schaltete den Motor aus. Inzwischen sind auch die zwei Beamten aus ihrem Streifenwagen ausgestiegen und kamen auf meinen LKW zu. Ich betätigte denFensterheber und liess das Seitenfenster runter. "Allgemeine Verkehrskontrolle" schalmeit es mir in einem bestimmten ton entgegen. "Sind sie geladen?""Nein, eher relaxt" entgegnete ich und konnte mir ein leichtes grinsen nicht verkneifen."Aha, ein scherzkeks" erwiderte mir der, na ich nenne ihn mal den Leitbullen, leicht angepisst."Würden sie so freundlich sein uns den auflieger zu öffnen" fragte nun sein Lakai, ein hagerer etwa einsachzig grosser mitvierziger."Aber klar, kein problem entgegnete ich" zog mir meine arbeitshandschuhe an und machte mich daran die beiden Türen meines Aufliegers zu öffnen."Leer wie sie sehen können" sagte ich und nach einem Kontrollblick und einem zustimmenden Nicken des Leitbullen schloss ich das Heckportal wieder. Nach ein paar kurzen fragen wo ich herkomme und wo ich noch hinfahre liessen mich die beiden unverrichteter Dinge Weiterfahren.Nach etwa 35min und 30 km weiter fuhr ich bei meinem Kunden auf den Platz.Der Staplerfahrer wartete schon draussen auf mich. Er hatte gerade eine Zigarettenpause gemacht als er mich um die Kurve fahren sah. "Haste viel?" fragte er. "Komplett voll, wie immer" antwortete ich. Ich streifte mir wieder meine Arbeitshandschuhe über und öffnete erneut das Heckportal. Dann, mit einem geübten griff unter den Auflieger zog ich an einem Hebel und das Springrollo mit dem Foto eines Leeren Aufliegers schnellte nach oben und zum vorschein kamen 64 Volle Europalletten, doppelt gestapelt, verrutscht und umgekippt."Ach du scheisse!!!!" lautete die entsetzte aussage des bedauernswerten Lageristen der sich um diesen Haufen Müll kümmern musste."Naja, weisst ja wie die Italiener laden." Mehr konnte ich ihn zum trost leider nicht sagen.Nach zweieinhalb stunden fluchen des staplerfahrers konnte ich meinen auflieger wieder schliessen und endlich meinen weg ins wohlverdiente Wochenende antreten.Nach einer guten stunde fahrt lenkte ich meinen Truck auf einen extra von mir erworbenen Platz auf den ich eine kleinere Halle gebaut hatte um kleine reperaturen oder die Fahrzeugpflege durchführen zu können. Ich packte ein paar sachen wie dreckige Wäsche in meinen PKW und machte mich auf den Heimweg.Zu Hause wartete meine Lebensgefährtin Sybille sicher schon auf mich. Ich hatte sie vor lauter ärger mit der Italienfracht gar nicht mehr angerufen das ich nach hause komme.ok, dachte ich, dann fängt das wochenende halt direkt mit rumgemecker an.Sybille und ich lebten zusammen in einer gemütlichen dreizimmerwohnung in einem Mehrfamilienhaus in Zentraler Lage. Dies hatte eigentlich nur den einen vorteil das ich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und dem dadurch entstehenden Verkehrslärm in ruhe schlafen konnte. Tja, ich bin es halt nicht anders gewohnt.Zu hause angekommen öffnete ich die Türe unserer gemeinsamen Wohnung und.....hielt den Atem an.In der Wohnung war: NICHTS!!! ABSOLUT NICHTS!!! Die Wohnung war komplett leergeräumt.Ich beugte mich noch einmal zurück um auf das Namenschild zu sehen. Müller/Hegarth, alles richtig. Aber was zum Teufel war hier los? Ich betrat die Wohnung und machte mich auf die Suche nach hinweisen die zur aufklärung beitrugen.Ich ging durch den kleinen Flur in die Küche...alles leer! Sogar die Küchenzeile hatte sie mitgenommen. Ich ging weiter ins Bad. WOW, die toilette und die Badewanne mitsamt Waschbecken waren noch da...also weiter ins Wohnzimmer. So ganz ohne Möbel sieht man erst mal wie gross so ein raum sein kann. Ich drehte mich um und erstarrte. An der Wand stand in grossen Buchstaben geschrieben: "HEIRATE DOCH DEINEN TRUCK, DU ARSCH"Nachdem ich den ersten Schrecken überwunden hatte, beschloss ich zu Tommy, meinem besten Kumpel zu fahren um mich bei ihm "auszuweinen" Ich schloss also die Wohnungstür ab, (wozu eigentlich?) und machte mich auf den weg zu Tommy.Als ich in seine Einfahrt fuhr sah ich ihn bereits mit seiner Familie im Garten sitzen.Und Tommy HATTE eine Familie. Er war seit elf Jahren mit Bettina verheiratet, die ihr Gewicht nach den Geburten ihrer fünf Kinder irgendwie nie wieder auf das Normallevel reduzieren konnte. Hübsch? ist was anderes. Sie mag ja Tief in ihrem inneren eine nette person sein aber das sitzt bei ihr so tief das es bis heute noch nicht zum vorschein kam.Ich fragte mich immer was der Tommy an dieser Frau gefunden hat. Reich war sie auch nicht... es blieb mir ein Rätsel.Vielleicht war sie ja gut im Bett? Das würde jedenfalls die fünf Kinder erklären.Egal, ich war wegen meinen Problemen hier und nicht wegen seinen."Hi!" rief ich ihm zu, "alles senkrecht?"Tommy drehte sich zu mir um und als er mich sah hob er freudestrahlend seine Hand. "So ein zufall, mit dir wollte ich eh noch reden"reden Dann bemerkte er meinen, ich nenne es mal den "scheisse drauf", Gesichtsausdruck und sein freudestrahlendes lächeln wich einer Sorgenfalte die, wenn er keine Ohren gehabt hätte, wohl einmal um seinen Kopf gegangen wäre."Hey, was ist denn mit Dir los?" fragte er mich mitfühlend. "Du siehst ja nicht nur wie ein begossener Pudel aus, sondern als wärst du von demselben obendrein noch angepisst worden"Sybille hat mich verlassen!" erwiderte ich Gedankenlos. "Und mit ihr unser ganzer Hausrat. Die Bude ist leerer als Fort Knox nach einem Besuch von Dagobert Duck" "Tja, sie ist wohl mit meinem Job nicht klargekommen""Ach du scheisse, und was machst du jetzt?" fragte er."In erster linie mal einen grossen Bogen um alles was zwei Brüste in der Bluse hat, der rest wird sich zeigen" meinte ich und es kam gleichgültiger aus mir raus als es wirklich war.Nach ein paar höflichen floskeln wie "oh mann, das tut mir echt leid" oder "wenn ich irgendwas für Dich tun kann....." lenkte ich das Gespräch auf Tommys aussage bei unserer Begrüssung."Du sagtest das du mit mir reden wolltest?" fragte ich."Jaa, aber das ist ne heikle Angelegenheit" druckste er und zog mich zur Seite. "Ich will auch Fahrer werden und dachte mir das ich vielleicht mal ne Tour bei dir mitfahren könnte."Diese ansage liess mich bald aus meinen Schuhen kippen."Sag mal hast du mir gerade nicht zugehört? Sybille hat mich verlassen. WEGEN MEINEM JOB" Die letzten drei worte sprach ich langsam aus in der Hoffnung er würde kapieren.Dann warf ich einen kurzen Blick über seine Schulter und sah: SIE! Bettina stand einfach da und sah zu uns herüber und Grinste nur. Sie trug ein kurzes Sommerkleid, blau mit roten Mohnblumen. Ich glaube das war mal ein Tischtuch im Altersheim für Farbenblinde. Jedenfalls wollte ich mir nur selten so sehr die augen ausreissen wie in diesem Moment. Neben ihr standen wie die Orgelpfeifen ihre fünf, nennen wir sie mal freundlich Gören, sauber in einer reihe aufgestellt und blickten ebenfalls grinsend zu uns herüber.Ich sah Tommy noch mal an und entdeckte etwas trauriges in seinem Ausdruck."Aha, verstehe. Na, dann machen wir mal ne Woche aus in der Du mal mitfahren kannst" versprach ich ihm. Seine Miene hellte sich auf. Dann fragte er noch: "Wo schläfst du denn eigentlich heute?"Mit den Worten "im Truck" verabschiedete ich mich von der Grossfamilie und fuhr zu meinem wirklich besten und zuverlässigsten Freund. Meinem Truck!
16.3.16 11:38
 
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