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Geliebter Scheissjob Kapitel 2

Vier wochen sind seit meinem besuch bei Tommy vergangen. Er hat seitdem jeden tag bei mir angerufen und mich gefragt wann er denn endlich mal mitfahren darf.Ich liess mich also breitschlagen und machte mit ihm dieses wochenende aus.Ich mochte Beifahrer nie. Man konnte nicht in ruhe telefonieren, sie schnarchen, furzen, und abgesehen davon das man den Kaffee mit ihnen teilen muss ist es zusätzlich noch ein sehr intimer eingriff in die Privatsphäre.Aber ihm zuliebe tat ich ihm den gefallen und lud ihn ein, eine woche bei mir mit zufahren.Ich hoffte das er sich an die Packliste gehalten hat die ich ihm die woche zuvor gemailt habe, schliesslich ist der Platz in einem Truck begrenzt und er sollte wirklich nur das nötigste mitnehmen wie Bettwäsche, Waschzeug, was zu essen und, ganz wichtig, Wäsche zum wechseln. Dies scheinen, wenn man dem Geruch glauben mag, einige Fahrer in der tat zu vergessen.Während ich auf Tommy wartete beschloss ich schon mal die Fahrerkarte einzulegen, Luft zu Pumpen, also den Motor starten damit der Kompressor die Luftvorratsbehälter auf betriebsdruck aufpumpen kann und die vorgeschriebene Abfahrtskontrolle durchzuführen.Ich drehte also den Zündschlüssel um und die 500 PS Maschine erwachte zum Leben. Dann legte ich die Fahrerkarte ein und der Fahrtenschreiber stellte die gewohnten fragen. Eingabe Nachtrag? Ja! Ok. Letzte entnahme am....? ok. Schichtende? Ja! ok. Schichtbeginn? ok. Dann stellte ich die Karte auf das Arbeiten Symbol, zwei gekreuzte Hämmerchen, schaltete Die Beleuchtung des Fahrzeugs und die Warnblinkanlage ein und lief dann einmal um das Fahrzeug um die Beleuchtung zu kontrollieren. Danach testete ich mit einem kurzen tritt gegen die Reifen ob sie noch prall genug aufgepumt waren. Jetzt noch Öl und wasser kontrollieren dann war ich mit der Abfahrtskontrolle durch. Noch eben ein Steinchen aus dem Reifenprofil entfernt das mir noch aufgefallen war und fertig. Keine zehn minuten hat das gedauert. Kaum zu glauben das sich immer noch so viele Fahrer zu fein dazu sind diese Zeit für die Abfahrtskontrolle zu investieren. Jetzt noch ein tritt auf die bremse und ein Blick in den Spiegel zur überprüfung der Bremsleuchten, sie werden ja heller wenn man auf das Pedal tritt und das sieht man auch, dann war die Abfahrtskontrolle entgültig abgeschlossen.Jetzt könnte Tommy wirklich um die Ecke kommen. Sonst wird es knapp mit dem Ladetermin.In diesem moment bog er auch schon um die Ecke, bzw nicht er sondern Bettina die es sich nicht nehmen liess ihm persönlich eine schöne Woche zu wünschen. Kaum war Tommy mitsamt Gepäck ausgestiegen war sie auch schon wieder verschwunden. Ich muss zugeben, das ich deswegen nicht sonderlich traurig war. Ich mochte sie und ihre art mit anderen Menschen umzugehen einfach nicht.Thommy kam freudestrahlend auf mich zu. Er freute sich wirklich über die Gelegenheit mich mal begleiten zu dürfen. "Was schleppst du denn da alles an?" fragte ich entsetzt."Ich habe dir doch extra eine Liste gemailt mit dem was du mitnehmen kannst. Unser Platz ist begrenzt!""Naja," druckste er rum "Die Bettina meinte ich soll halt genug Wäsche mitnehmen. Die Nächte können noch kalt werden""Ich habe eine Standheizung, ausserdem ist deine Wäsche nicht in zwei Sporttaschen verteilt, was ist in der anderen?" fragte ich genervt."Verpflegung"antwortete er schuldbewusst. "Die Bettina denkt halt das ich genug zu essen mitnehmen soll" Entnervt versuchte ich ihm zu erklären: "erstens, wir sind nur eine Woche unterwegs und nicht einen Monat und zweitens wird das mit kochen im LKW nichts werden, mit zwei Mann ist da einfach kein Platz für. Wir werden wohl oder übel unterwegs auf Rasthöfen essen gehen. Auch wenn die es von den Lebendigen nehmen."Die tour war noch nicht gestartet und ich war schon genervt. Murrend nahm ich sein Gepäck entgegen. Neben den zwei sporttaschen hatte er noch die Bettwäsche und "zur vorsicht" mal eben einen ganzen Kasten Cola dabei. Nachdem wir die Sachen irgendwie untergebracht hatten, er hatte noch schnell sein Bett fertig gemacht, ging es auch schon los. Langsam rollten wir durch die Torausfahrt auf die Strasse, ich legte die Feststellbremse ein um.auszusteigen und das Tor zu verschliessen.Nachdem dies erledigt war und ich wieder auf dem "Kutschbock" platzgenommen hatte fragte Tommy: "wohin fahren wir denn?"Obwohl dies im nachhinein betrachtet eine berechtigte frage war antwortete ich nur knapp: "laden" Ich war einfach noch stinkig wegen der Gepäckgeschichte."Und wo?" fragte er unsicher. "Oder ist das ein Staatsgeheimnis?""Oh mann, das wird ne lange woche" dachte ich so bei mir und bevor dieses Frage-Antwortspiel ausartete beschloss ich ihm die Infos zu geben die er haben wollte."Ich war selber noch nicht bei der Firma, Wank und Co heisst sie. In der Hauptstrasse 395 in Osnabrück, 33 Paletten laden für Mailand"Nach ca einer halben Stunde Fahrzeit erreichten wir die Firma Wank und Co. Sie lag an einer vierspurigen Bundesstrasse wobei die beiden Fahrtrichtungen durch einen Grünstreifen getrennt waren. Die Firma Wank und Co war als solche gar nicht zu erkennen. Dort, wo das Navigationssystem mir das Ziel genannt hatte war lediglich eine kleine Toreinfahrt, die einzige Öffnung in einer etwa 100m langen und ca 5m Hohen Mauer.Unsicher ob ich auch wirklich richtig war schaltete ich die Warnblinkanlage ein zog an der feststellbremse und ermahnte Tommy einfach sitzen zu bleiben. Ich zog meine Warnweste an, stieg aus und machte mich auf den Weg zu der angeblichen Einfahrt der Firma.Kurze zeit später kehrte ich zum LKW zurück. An meinem Gesichtsausdruck konnte er feststellen das wir richtig waren. "Also da rein?" fragte er etwas geschockt."Jepp!" entgegnete ich. "Und drehen können wir da auch nicht, also rückwärts"Mit diesen Worten gab ich ihm eine Warnweste mit dem Hinweis das er sie anziehen soll.Dann sagte ich :"Du steigst jetzt aus, stellst dich auf die strasse und hälst alles an was auf uns zugeflogen kommt." Geschockt sah er mich an. "Nicht Dein ernst" sagte er. Aber an meinem.Blick erkannte er wie ernst ich es meinte. "Ist leider die einzige Möglichkeit die Autos zum stoppen zu bewegen, freiwillig halten die doch nicht an, dafür haben die es doch alle viel zu eilig" Wiederwillig stieg Tommy aus und machte sich daran den Verkehr anzuhalten. Er hob die Arme und ging vorsichtig auf die strasse um den Verkehrsfluss zu stoppen. Doch dies gestaltete sich schwieriger als gedacht. Jedesmal wenn er eine Spur zum stehenbleiben bewegt hatte fuhren die Autos auf der anderen Spur an ihm vobei oder sie zogen einfach von der rechten Spur auf die linke sund an ihm vorbei. Also sprang er wie ein Clown immer wieder wild mit den Armen wedelnd zwischen den Fahrspuren hin und her und schliesslich gelang ihm das scheinbar unmögliche, Der Verkehr stand still.Von der Firma Wank und Co erklärte sich ein Mitarbeiter Freundlicherweise bereit mich beim rückwärts rangieren einzuweisen, sonst wäre es wohl auch Die Hölle geworden. Über die so ungeliebte rechte seite rückwärts in eine Einfahrt zu fahren ist für jeden LKW -Fahrer das grauen. Man sieht einfach nichts.Begleitet von einem lauten Hupkonzert begann ich also den LKW durch das Tor an die Laderampe zu rangieren. Dank der Hilfe des Einweisers ging es auch besser als ich dachte. Nach etwa drei minuten konnte Tommy die Strasse wieder für den Verkehr freigeben.Kreidebleich kam er auf mich zu. Mit den worten:"Das brauchst du nicht oft mit mir zu machen!" zog er sich die Warnweste aus und setzte sich in den Truck.Ich gönnte ihm diese Ruhepause und liess ihn erst mal wieder runterkommen. Wenn er selber Fahrer werden wollte musste er wesentlich relaxter werden.In der zwischenzeit lud ich die dreiunddreissig Paletten auf, erledigte den Papierkram und wir konnten unsere Tour nach Italien starten.
20.3.16 15:44
 
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