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Geliebter Scheissjob Kapitel Drei

Ich liess den Motor an und rollte langsam auf die enge Toreinfahrt zu. Vorwärts rausfahren ist kein Problem, man hat ja den Verkehr im Blick. Und heute war Verkehr. Nach etwa fünf minuten wartezeit konnte ich es wagen mich langsam auf die zweispurige Hauptstrasse vorzutasten. Da die Einfahrt recht schmal war musste ich (und das begreifen auch nur die wenigsten Autofahrer) so weit ausholen das ich beide Fahrspuren für mich beanspruchte. Nachdem ich mich wieder ordnungsgemäss in der rechten Spur befand, in Deutschland gilt das rechtsfahrgebot für LKW, (das wiederrum begreifen leider auch nur die wenigsten Trucker) rollten wir gemächlich Richtung Autobahn auf die wir nach etwa 15 minuten auch abbogen.Tommy war seltsam ruhig. Ich denke mal der Schreck sass noch sehr tief bei ihm und so schwiegen wir uns die erste Stunde unserer Fahrt nach Italien einfach nur an.Dann bemerke ich das er unruhig wurde. "Alles ok?" fragte ich. "Ich muss mal!" erwiederte er in einem Ton wie bei einem kleinen Kind dem die Mama gerade die Windel abgewöhnt hat und ein Malheur in die Hose gegangen ist.Dank Navigationssystem konnte ich schnell den nächsten Parkplatz ausmachen. "In 15km kommt ein Rastplatz, da fahre ich runter, kein Problem"Problem sagte ich beruhigend. Aber es schien ihn alles andere als zu beruhigen.Er schrie mich fast an. "SO LANGE NOCH? ich weiss nicht ob ich das schaffe.""Ach die zehn Minuten wirst du schon schaffen. Ich mache mal zur Ablenkung das Radio an." sagte ich und drückte auf den Knopf um dem Radio Leben einzuhauchen.Es war wohl gerade Werbung. Jedenfalls hörte man wie mit einem plopp eine Flasche geöffnet wurde. Dann konnte man vernehmen wie jemand diese Flasche an den Hals setzte und mit lauten schluckgeräuschen die anzupreisende Flüssigkeit die Kehle eben jener Person herunter rann. "Aaaaaahhhh, das ist ein Bier" Mit diesen Worten war der Spot zuende.Tommy wurde zusehends nervöser. "Ist ja jetzt vorbei und der parkplatz ist auch gleich erreicht"erreicht tröstete ich ihn. Doch da irrte ich mich. Warum zeigt das scheiss TMC eigentlich erst die Staus an wenn man schon drinsteht? Eigentlich war es mehr zähfliessender Verkehr. Man fuhr zu langsam um auf zeit den nächsten Parkplatz anzusteuern und andererseits wiederum zu schnell für Tommy um mal kurz abzuspringen um am Strassenrand sein Geschäft zu verrichten. Tommy schlug schon die Knie aneinander.Inzwischen wurde der nächste Werbespot gesendet. Es war Meeresrauschen zu hören. Dann die Stimmen von zwei Männern. "Wow, hörst du die Brandung?" Sagte der erste. Was der zweite sagte haben wir nicht mehr mitbekommen da ich aus dem Augenwinkel Tommys schweissausbrüche gesehn habe und schleunigst einen anderen Radio sender eingestellt hatte. Einen Lokalsender, da konnte nichts schiefgehen. Oder? Wieder war Wasserrauschen zu hören, bzw. eher Wassergetöse, begleitet von den Worten:"Wir begrüssen sie zu unserer Dokumentation : Die schönsten Wasserfälle in Deutschland."Ich hatte Glück, bevor Tommy in Ohnmacht fallen konnte habe ich es geschafft von Der Radiofunktion auf CD umzustellen. "Katzenklo, Katzenklo ja das macht die Katze froh....."Scheisse, an den Titel habe ich echt nicht mehr gedacht. Dann kam aber auch schon der langersehnte Parkplatz. Ich stand noch nicht ganz, da flog die Beifahrertüre auf und Tommy rannte auf das kleine Wäldchen zu das am Rand von dem Parkplatz war. Hüpfend machte er sich die Hose los. So wie es aussah hatte er aus bequemlichkeit gleich die ganze Hose runtergelassen. Aha, es war soweit. Sein strahl prallte von dem Baum ab und spritzte in alle Himmelsrichtungen weg. Während er so dastand und sein Geschäft verrichtete wurde er kleiner und kleiner vor Erleichterrung. "Wenn der noch ne halbe minute weiterpinkelt fällt der noch den Baum" schoss es mir durch den Kopf.Nach ca fünf minuten kam ein wieder angezogener und sichtlich erleichterter Tommy zum LKW zurück, öffnete die Beifahrertüre und nahm wieder auf dem bequemen Beifahrersitz platz."Besser?" fragte ich. Lachend erwiederte er: "Das ist sogar für Dich eine selten stupide frage" "ich weiss nicht warum Frauen probleme damit haben fünf Kilo abzunehmen, ich hab es gerade in ein paar Minuten geschafft." Wieder lachte er.Ja, jetzt ging es ihm besser."Sag mir nur einfach das nächste mal früher bescheid, dsnn ist es für uns beide weniger stressig." bat ich ihn. Seine Antwort war eher ein seufzer:"Worauf du einen lassen kannst!"Nach diesem kurzen Dialog liess ich den Motor wieder an und wir setzten die Fahrt fort.Tommy war irgendwie nervös. So war jedenfalls mein eindruck. Bei Situationen die für mich alltäglich waren zuckte er jedesmal zusammen und hielt sich krampfhaft an dem griff der Beifahrertüre fest. So z.B. als wir von einem anderen LKW überholt wurden und der drei meter vor uns wieder eingeschert hat oder der PKW-fahrer dem die dreihundert meter hinter uns nicht zum Einordnen ausgereicht haben und uns noch unbedingt und geht gar nicht anders hundert meter vor der ausfahrt noch überholen musste um dann vor uns quer in die Ausfahrt zu schiessen oder auch der Klassiker: wenn mal wieder ein älterer Herr mit seiner Deutschen Nobelkarosse auf der hälfte des beschleunigungsstreifens auf die Bahn zieht und uns auf sechzig runtergebremst hatte. Aber abgesehen von diesen "Kleinigkeiten" verlief unser erster tourentag ohne besondere Vorkommnisse. Ich fuhr die restliche Zeit bis viereinhalb Stunden voll, wir machten die Gesetzliche Pause von 45min und nach meiner zulässigen gesamt Tageslenkzeit von neun stunden steuerte ich den Truck auf einen Autohof in der nähe der Schweizer Grenze und wir machten uns fertig für die Nachtruhe
21.3.16 17:13
 
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