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Geliebter Scheissjob Kapitel vier

Mann war das eine anstrengende Nacht. Ich war beifahrer nicht gewohnt und konnte nur schlecht einschlafen. Tommy schien diese Situation nicht zu stören. Er war relativ schnell eingeschlafen. Er hatte sich hingelegt und nach nur einigen Minuten war sein schnarchen zu vernehmen. Oh mein Gott, wie soll ich nur so einschlafen. Dann, was war das? Er hat doch wohl nicht? Doch! Er hat! Zwischen seinen Schnarchgeräuschen war klar und deutlich ein Furz zu hören. Das ging garnicht! Ich kletterte so schnell ich konnte aus meiner Koje und machte mich daran den Luftverpester aufzuwecken. "Hey Du alte Wildsau" rief ich, "schnarchen ist das eine, aber wenn du Deinen Darm nicht unter Kontrolle hälst dann stopfe ich dir nen Korken in den Arsch" Er schreckte hoch und knallte mit dem Kopf an die Decke des Fahrerhauses. "Was? Wie?" stammelte er und während er sich die Stelle hielt die die Bekanntschaft mit meiner Fahrerkabinendecke gemacht hat fragte er leicht erbost: "sag mal spinnst Du? Was soll denn das? Wieso weckst du mich?""Ob ich spinne?" fragte ich theatralisch. "Sieh zu das du Deine Darmwinde im Zaum hälst, sons schläfst du auf den Paletten auf der Ladefläche!" Mit diesen worten legte ich mich wieder hin. Es war nun sehr ruhig und so schlief ich ein. Allerdings wurde ich in dieser Nacht noch viermal von einem aus dem Bett kletternden Tommy geweckt, der mal kurz raus musste. Nachdem er die Fahrerkabine verlassen hatte war von draussen nur noch ein "Frrrooootz" zu hören dann kam er wieder hinein kletterte wieder in sein Bett und, wie ich glaubte, schlief weiter. Gut, diese Lektion hat er schon einmal gelernt.Am nächsten morgen wurden wir nach acht stunden, mehr oder weniger schlaf, von dem Wecker aus unseren Träumen gerissen. Ich streckte mich stand dann auf um nach Tommy zu sehen. "Moin, gut geschlafen?" fragte ich. Böse sah er mich an. "Kein Auge habe ich zugemacht" sagte er leicht erbost. "Warum?" Ich musste aufpassen das ich auch wirklich erstaunt wirkte. Ich konnte mir schon denken warum. "Ganz einfach, wenn ich eingeschlafen wäre hätte ich meinen Darm nicht unter kontrolle halten können" erwiderte er. Ich musste innerlich grinsen. "Kannst ja gleich während der Fahrt schlafen" beruhigte ich ihn. "Dann brauchen wir auch nicht so oft wegen deiner inkontinenz anzuhalten" Irgendwie klang das so als wäre das alles ausgiebig geplant worden. Tommy strafte mich mit schweigen.Wir gingen in den Autohof zum Frühstücken wo ich den armen Kerl erst mal mit einem guten Kaffee wieder aufpäppelte. Dann, frisch gestärkt und nach einem kleinen Kontrollgang um den LKW setzten wir unsere fahrt fort. Nach einer Stunde standen wir wieder. Diesmal in Rheinfelden an dem Grenzübergang zur Schweiz. Ich mochte diesen Grenzübergang. Man musste zwar auch hier mit wartezeiten rechnen aber die Abwicklung war unkompliziert und die Zöllner freundlich. Eineinhalb Stunden später rollten wir über Schweizer Autobahnen. Tommy war fasziniert. "Wow, diese Landschaft ist wahnsinnig schön." Erstaunt sah ich ihn an. "Wir sind gerade über die Grenze, die schöne Landschaft kommt erst noch"noch Er sah zum ersten mal auf dieser Tour richtig zufrieden aus. Müde, aber zufrieden.Wir passierten Luzern, eine wirklich schöne Stadt, zumindest was man von der Autobahn sehen kann, kamen schliesslich am Rastplatz "Gotthart Nord" vorbei und mussten schon wieder eine Zwangspause machen.Hinter dem Rastplatz gab es eine Ausfahrt nur für Schwerlastverkehr. Hier wurden alle LKW beim auffahren auf den Platz gewogen, in Reih und Glied gestellt und via Ampel per Intervallschaltung wieder einzeln auf die Strasse zurückentlassen. Angeblich dient das der Stauvermeidung vor dem Gottharttunnel. Ich sage es ist willkür gegen den Schwerlastverkehr. Wieder eineinhalb stunden später waren auch wir wieder auf der Autobahn. Nach etwa zehn Kilometern begann die lange Steigung die uns zum berühmten Gottharttunnel brachte. Es dauerte nicht lange da hatten wir den ersten "Kriecher" vor uns. Mit 35km/h tuckerten wir hinter dem Rumänischen Autotransporter her."Warum fahren wir denn so langsam?" fragte Tommy genervt. "Weil der vor uns auch so langsam fährt" entgegnete ich nicht minder genervt. "Dann überhol doch." "Darf ich nicht, überholverbot. Hier sind überall Kameras und solltest du hier trotz verbot überholen, zahlst du spätestens vor der Tunneleinfahrt." Ich hoffte diese Erklärung genügte ihm. Inzwischen war der Torso auf bestimmt fünfzig LKW angewachsen. Und bestimmt war jeder einzelne Fahrer so genervt wie ich. Dann erreichten wir endlich die Röhre. Eine Fahrspur in jede Richtung. Der Gegenverkehr kam uns wie auf einer landstrasse entgegen. Nach etwas über 19 km erreichten wir den Tunnelausgang. Tommy war sichtlich erleichert. Jetzt erstrahlte die wunderschöne Schweizer Berglandschaft in der warmen Mittagssonne. Tommy war Begeistert. "Das ist einer der Gründe warum ich diesen Scheissjob so liebe" meinte ich ein wenig Nachdenklich."Warum denn Scheissjob?" fragte Tommy mich erstaunt.Ich seufzte und begann zu erklären. "Naja, Sybille hat mich nicht verlassen weil ich mich so viel um sie gekümmert habe, sondern weil ich eben nie für sie da war. Dann die anderen unannehmlichkeiten wie zum Beispiel musst du nachts quer über den Parkplatz wenn du mal Kacken musst, du bist in deinem Lebensraum eingeschränkt, selten zu Hause. Darunter leidet auch Dein Sozialleben." Von dieser Seite hatte Tommy diesen Beruf noch nie Betrachtet."A propos kacken, wann sind wir denn bei der Abladestelle?" fragte Tommy mich und wurde schon wieder sichtlich nervös. "Ca drei Stunden musst Du noch aushalten, schaffst du das?"Ich sah Tommy an. Weinte er?
22.3.16 19:32
 
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